Klimaschutz
In der Atmosphäre erfüllen insbesondere Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2 ), Ozon (O3 ), Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) eine Funktion, durch die das Leben auf der Erde erst möglich wird. Diese Spurengase lassen die kurzwelligen Sonnenstrahlen passieren und absorbieren die von der Erdoberfläche emittierte langwellige Wärmestrahlung. Dieser "natürliche Treibhauseffekt" führt zu der Erwärmung der Erdatmosphäre auf die bestehende Jahresmitteltemperatur von etwa +15°C.Der steigende CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre ist der Hauptverursacher des zusätzlichen, vom Menschen verursachten (anthropogenen) Treibhauseffekts. Vergleicht man die Klimawirksamkeit von Verbrennungsvorgängen, bei denen fossile Energien eingesetzt werden, hinsichtlich ihrer spezifischen CO2-Emissionen, schneidet Erdgas am günstigsten ab. Dies liegt am niedrigen Kohlenstoffgehalt und dem hohen Wasserstoff-anteil dieses Energieträgers.
Auch Methan, das in die Atmosphäre gelangt, trägt zum zusätzlichen Treibhauseffekt bei. Es steigt auf aus Sümpfen und Mooren und ist ein Produkt natürlicher Verwesungs- und Verdauungsvorgänge. Methan anthropogenen Ursprungs entweicht vor allem in der Landwirtschaft (Haltung von Wiederkäuern), aus Mülldeponien und Abwässern sowie beim Reisanbau. Außerdem wird Methan bei der Förderung und Verteilung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas freigesetzt.
Die Hauptverursacher von Methanemissionen sind 1997 in Deutschland mit ca. 65 Prozent die Landwirtschaft und die Abfallwirtschaft.
Wirtschaftliches Handeln und sicherheitstechnische Maßnahmen führten seit Beginn des Erdgaszeitalters dazu, dass die Methanemissionen stets auf einem sehr niedrigen Niveau lagen. Das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe hat für die deutsche Gaswirtschaft für 1997 Methanemissionen in Höhe von 1,0 Prozent der Inlandsabgaben an den Endverbraucher ermittelt. Dies gilt für die gesamte Erdgaskette, einschließlich anteiliger Methanverluste in den Lieferländern. Das ISI geht davon aus, dass die Methanemissionen der Erdgaskette in Deutschland bis 2010 um 40 Prozent verringert werden können.
(Quelle: Ruhrgas AG)

