Erdgas und Umwelt
Umweltverträglichkeit ist ein wichtiges Attribut des Erdgases. Erdgas hat die geringsten Emissionswerte aller fossilen Brennstoffe. Wie einschlägige Untersuchungen kompetenter Institutionen (so unter anderem des Umweltbundesamtes) zeigen. Daher wird dem Erdgas zur Umwelt- und Klimaverbesserung durch Substitution anderer Energieträger eine besondere Bedeutung beigemessen. Entwicklungs- und Forschungsprojekte der Gaswirtschaft haben dazu wesentlich beigetragen. In den vergangenen 15 Jahren wurden von der Gaswirtschaft sowie den Brenner- und Geräteherstellern schadstoff- und stickstoffoxidarme (NOX) Brenner entwickelt. Vor allem die von der Ruhrgas entwickelte Vormischtechnik hat zu einer deutlichen Reduzierung der Emissionen geführt.Umweltschonende Erdgasverwendung
Erdgas fließt von den Förderquellen bis zum Endverbraucher durch unterirdische Pipelines. Das bedeutet Entlastung konventioneller Transportwege.Erdgas wird beim Endverbraucher unmittelbar als Primärenergie eingesetzt. Das vermeidet Energieverluste und Schadstoffbelastungen, wie sie bei einer Umwandlung in eine Sekundärenergie (z. B. Strom) entstehen.
Weil der Brennstoff gasförmig ist, können sich Brenngas und Verbrennungsluft gleichmäßig vermischen. Dies führt zu einer annähernd vollständigen Verbrennung. Die Emissionen unverbrannter Bestandteile, wie z. B. Ruß, werden so fast vollständig vermieden.
Schadstoffbildende Bestandteile, wie etwa Schwefel und seine Verbindungen, enthält Erdgas praktisch nicht. Darum sind die Abgase von Erdgasfeuerungen nahezu frei von Schwefeldioxid, Staub und Fluoriden. Stickstoffoxide (NOx ) entstehen bei der Verbrennung von festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen vornehmlich aus den beiden Hauptbestandteilen der Luft, Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2). Die Stickstoffoxid-Emissionen bei modernen Erdgasfeuerungen sind gering.
Schadstoffminimierende Gerätetechnik
Bereits 1990 konnte das deutsche Gasfach dokumentieren, dass die vier Jahre zuvor gegebene Zielsetzung einer NOX-Minderung bei neu installierten Gasgeräten um ein Drittel bis Ende der80er-Jahre verwirklicht wurde. Die 1986 gegebene Verpflichtung, in der ersten Hälfte der 90er Jahre weitere deutliche Verbesserungen im Hinblick auf die NOX-Minderung zu erreichen, eingehalten wurde.Das bedeutet, dass für die im Jahre 1994 neu installierten Erdgasgeräte im Leistungsbereich bis 1 000 kW (Kilowatt) die durchschnittlichen NOX-Emissionen im Vergleich zum Basiswert von 1985 mehr als halbiert wurden. Bei Gasgeräten mit atmosphärischen Brennern wurden die NOX-Emissionen um über 60 Prozent reduziert. Erdgasbrennwertgeräte erreichten sogar eine Verringerung der spezifischen NOX-Emissionen von annähernd 70 Prozent. Auch bei Gasgebläsebrennern konnten die NOX-Emissionen weiter deutlich vermindert werden.
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