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Lichterkette verbraucht mehr Strom als Fernseher

Alle Jahre wieder werden die altbewährten Lichterketten ausgepackt, um Wohnung, Balkon oder Vorgarten in weihnachtliche Atmosphäre zu tauchen. Doch der Leuchtschmuck verbraucht mehr Strom als das abendliche Fernsehen, wie der Verbrauchstest des Vergleichsportals TopTarif zeigt. Ein Tausch zu modernen LED-Lichterketten kann rund 90 Prozent der Stromkosten sparen.

Lichterketten sind Stromfresser

Wer zu einer klassischen Lichterkette mit 35 Glühlämpchen greift, die im Betrieb insgesamt 105 Watt verbraucht, der schraubt seine Energiekosten nach oben. Leuchtet die Lichterkette täglich für sechs Stunden, erhöht sich der Stromverbrauch um 0,63 Kilowattstunden (kWh). Zum Vergleich: Ein sparsamer 49-Zoll-Fernseher mit der Energieeffizienzklasse A++ verbraucht bei gleicher Nutzungsdauer durchschnittlich nur 0,22 kWh pro Tag – also fast zwei Drittel weniger als die Lichterkette.

6 Euro zusätzliche Stromkosten je Lichterkette

Normalerweise wird der leuchtende Blickfang in den Abendstunden eingeschaltet und erstrahlt im Dauerbetrieb dann von Anfang Dezember bis ins neue Jahr hinein. So ergibt sich bei einer täglichen Leuchtdauer von sechs Stunden im Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 6. Januar ein Gesamtstromverbrauch von 23,31 kWh. Bei einem derzeitigen Strompreis im Grundversorgungstarif von 28 Cent pro kWh werden hierfür Stromkosten von mehr als 6 Euro fällig – und das nur für den Betrieb einer einzelnen Lichterkette. Entsprechend teurer wird es, wenn mehrere Lichterketten angeschlossen werden. Eine Leuchtdauer von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang – also von 16 Uhr nachmittags bis 8 Uhr morgens – verdreifacht die Verbrauchskosten sogar auf knapp 18 Euro je Glühbirnen-Lichterkette.

LEDs schonen den Geldbeutel

Weihnachtsschmuck mit LED-Leuchten ist wesentlich energieeffizienter als mit herkömmlichen Glühlämpchen. Eine LED-Kerze verbraucht gerade einmal 0,1 Watt. „Selbst eine Lichterkette mit 100 LED-Lämpchen braucht in der Adventszeit nur etwas mehr als 2 Kilowattstunden. Das lässt die Stromkosten auf insgesamt 68 Cent sinken – eine Ersparnis von rund 90 Prozent gegenüber dem Betrieb mit einer herkömmlichen Lichterkette. Ein guter Grund also, um die alten Lichterketten ohne schlechtes Gewissen zu entsorgen“, sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

Noch mehr Strom sparen lässt sich mit intelligent programmiert Zeitschaltuhren, die den Verbrauch weiter senken. Schließlich muss der Weihnachtsschmuck nicht über Nacht leuchten oder wenn niemand zu Hause ist.

Darüber hinaus kann ein Anbietervergleich die Stromrechnung nochmals um gut 30 Prozent senken. Denn ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt aktuell 1.243 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter werden pro Jahr nur 867 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von 376 Euro.

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